1. Bundesliga – Dämpfer in Pfuhl

05. Mai 2019 Kommentare deaktiviert für 1. Bundesliga – Dämpfer in Pfuhl

Zum zweiten Auswärtswettkampf in der 1. Bundesliga musste der StTV Singen zum Mitaufsteiger TSV Pfuhl reisen. Diese Begegnungen waren in der Vergangenheit immer relativ knappe Angelegenheiten, jeweils mit dem besseren Ende für Singen. Dies wollte der Gastgeber vor heimischem Publikum endlich zu seinen Gunsten entscheiden und hatte nicht nur in den eigenen Reihen in puncto Übungsqualität kräftig aufgestockt, sondern auch mit dem russischen Topturner Dimitri Lankin die Ausländerposition glänzend besetzt. Beim Einturnen kam dann schon der erste Dämpfer für das Turnteam Singen. Luca Pollin konnte aufgrund massiver Rückenprobleme nicht eingesetzt werden, und so musste Christian Dehm seinen Part voll übernehmen. Auch er war in den vergangenen Wochen von Rückenproblemen und Magen-Darm-Infekt geplagt und kommt erst langsam wieder zu seiner alten Form. Für viele überraschend war auch, dass Matthias Mayer nicht im Kader war, der sonst am Boden und an den Ringen ein Punktegarant ist. Nach dieser erzwungenen Taktikumstellung fanden die Gäste sichtlich schwer in den Wettkampf und mussten am Boden schon die ersten Federn lassen. Nur Ivan Stretovich konnte hier punkten, jedoch ging das erste Gerät mit 11:4 Punkten an den TSV Pfuhl. Am Pauschenpferd konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen, ein gerechtes Remis mit 5:5 Punkten war das Ergebnis. An den Ringen punktete dann überwiegend der Gastgeber, sodass auch dieses Gerät überraschend deutlich mit 9:1 Punkten nach Pfuhl ging und bei einem Pausenstand von 25:10 Scores bereiteten sich beide Teams auf den zweiten Teil der Begegnung vor.

Den Sprung eröffneten die Turner aus Pfuhl, mussten sich aber den besseren Übungen von Singen geschlagen geben. Danach war das Turnteam Singen an der Reihe, hier war es dann genau umgekehrt und die Punkte blieben in Pfuhl. Die Punkteausbeute war schließlich mit 7:6 Punkten für Singen denkbar knapp und somit sicherten sich die Gäste diese Gerätepunkte. Am Barren war bereits das erste Duell geturnt, als bei der Übung vom Pfuhler Dimitri Lankin allen in der Halle der Atem stockte. Bei einem Flugteil des Russen sank plötzlich ein Barrenende ein und Lankin stürzte zu Boden und blieb einige Sekunden benommen liegen. Zum Glück konnte er, betreut von seinen Turnkameraden, wieder aufstehen und hatte offensichtlich keine Verletzungen davongetragen. Minutenlang wurde dann der Barren unter Aufsicht des Oberkampfrichters repariert, um sicherzustellen, dass er für die nächsten Übungen funktionsfähig bleibt. Nach den weiteren Übungen durfte dann Lankin seine Übung wiederholen und am Ende stand ein weiterer Gerätegewinn mit 7:6 Punkten für Pfuhl am Scoreboard. Das Schlussgerät Reck war dann erneut eine knappe Angelegenheit, dieses Mal hatte Singen knapp die Nase vorn und konnte mit 5:4 Punkten das Gerät für sich entscheiden.

Das Endergebnis jedoch von 42:28 Punkten für den TSV Pfuhl nahmen die Singener Turner sichtlich geknickt und frustriert zur Kenntnis, hatte man sich doch im Vorfeld mehr von dieser Partie versprochen, zumal man beim letzten Wettkampf gegen die TG Saar einen deutlichen Aufwärtstrend feststellen konnte. Aber nun gilt es, diese Niederlage abzuhaken und nach vorne zu schauen. Noch ist nichts verloren und das Turnteam Singen kann in den kommenden Monaten an ihren Übungen feilen, bevor dann im Herbst der zweite Teil der Saison am 19.10. mit dem Heimwettkampf gegen den SC Cottbus eingeläutet wird.

Bild: Nikita Ignatyev an den Ringen

Tabelle

(Oliver Dehm, 28.04.2019)

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