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ERFOLGSSERIE wird fortgesetzt....
(Deutsche A- und B-Jugendmeisterschaften in Fulda am 04.- 06. Juli)

StTV Leichtathleten deutsche Spitze

Quelle: hajo sport foto
WJA: Johanna Garz wird Vierte über 400m !
MJB: Felix Schweigger belegt den 6. Rang über 200m (in 22,14sec!)

Einzige Teilnehmer aus dem Bezirk Hegau-Bodensee bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der A- und B-Jugend in Fulda waren Johanna Garz und Felix Schweigger vom StTV Singen.

Die A-Jugendliche Johanna Garz, die zu Beginn der Saison von der 800m - auf die halb so lange 400m - Distanz umgestiegen war, hatte bereits im Vorfeld der Meisterschaften eine schwere Entscheidung zu treffen. Nachdem sich die Allrounderin sowohl für die 400 m als auch für die 400 m Hürdenstrecke problemlos qualifiziert hatte, aber der Meisterschaftszeitplan im Sportpark Johannisau-Stadion im hessischen Fulda einen Doppelstart nicht zuließ, galt es der „richtigen“ Disziplin den Zuschlag zu geben, welche da hieß 400 m flach.

Ausschlaggebend waren in erster Linie nicht die Meldeergebnisse, da Johanna auf beiden Strecken hinsichtlich einer Endlaufchance in etwa gleich lag, sondern die 10 Hindernisse auf der Hürdenstrecke, wo man nie im voraus abschätzen kann, was passiert“, so Trainer Andreas Sepsy.

Also stand am Samstag für die frisch gebackene Abiturientin der 400 m Vorlauf auf dem Programm mit der klaren Zielsetzung, sich entweder als Vorlaufsiegerin oder über die Zeit für den Endlauf zu qualifizieren. „Sicher ist sicher“, dachte sich die ehrgeizige A-Jugendliche und holte sich in einem couragierten Rennen auf der ungünstigen Innenbahn in 56,61 s ungefährdet den Vorlaufsieg und damit einen der acht heiß begehrten Startplätze im Endlauf am Sonntag.

Dass sie im Endlauf dann direkt hinter Jana Neubert, die bereits das Ticket für die Junioren U20/EM in der Tasche hat, laufen musste, war nicht unbedingt ein Vorteil, da die Chemnitzerin eine Bestzeit vorzuweisen hat, die knapp 2 ½ s unter jener von Johanna liegt. Unbeeindruckt davon aber lief die Singenerin ihr Rennen und hatte sich bereits ausgangs der zweiten Kurve auf den vierten Platz vorgearbeitet, den sie bis ins Ziel verbissen verteidigte. 56,63 s wurden für die sympathische Athletin auf dem „undankbaren“ vierten Platz gestoppt, doch Trainer und Athletin waren mit dem Abschneiden als viertbeste Deutsche und beste 400 m Läuferin Baden-Württembergs sehr glücklich.

Für Sprint-As Felix Schweigger hieß es am Samstag, die 100 m Strecke als „Warm-up“ für seine Paradedisziplin, die 200 m am Sonntag, zu nutzen und sich mit dem umfangreichen Meisterschaftsprozedere vertraut zu machen. Als „Marschroute“ hatte Trainer A. Sepsy für den B-Jugendlichen die Qualifikation aus einem der 7 Vorläufe und damit 46 Startern in einen der drei Zwischenläufe ausgegeben. Nach einer für Felix bezeichnenden schwachen Startphase, beschleunigte der Singener mit kraftvollen und lang gezogenen Schritten auf der zweiten Streckenhälfte und erkämpfte sich mit 11,16 s locker einen Startplatz im Zwischenlauf. Leider zündete der Meisterschaftsneuling seinen Turbo im Zwischenlauf auch erst nach 40 m, so dass er zwar mit sehr guten 11,14 s seine persönliche Bestleistung egalisierte, die Zeit jedoch für den Endlauf nicht ausreichte.

Voller Spannung durfte man aber auf den Sonntag blicken. Felix Vorstellung über die 100 m als auch die Trainingsergebnisse der letzten Woche waren sehr viel versprechend, zudem Felix’ Stärke, nämlich eine lange Beschleunigungsphase mit geringem Geschwindigkeitsverlust auf den letzten Metern, über die 200 m besser zum Tragen kommt. Im Gegensatz zu den 100 m waren die 200 m als Zeitvorläufe ausgeschrieben, was da hieß, dass sich nicht automatisch die Vorlaufsieger, sondern nur die acht Zeitschnellsten aus 5 Vorläufen für den Endlauf qualifizieren konnten.

Also musste das noch junge Sprinttalent schon im Vorlauf alles geben. Nach einem gelungenen Kurvenlauf legte er auf der Zielgeraden noch einmal zu und kämpfte sich als Erster in 22,18 s über die Ziellinie. Die neue persönliche Bestzeit wurde dann auch mit der Endlaufteilnahme belohnt. Aufgrund der Vorlaufzeit musste Felix im Endlauf mit Bahn 7 vorlieb nehmen, so dass er bis auf die Aussenbahn, auf der der frischgebackene 100m Meister vom Vortag startete, die gesamte Konkurrenz im Rücken hatte. A. Sepsy gab seinem Schützling folglich auch als „Hausaufgabe“, den Turbo schon nach dem Start zu zünden und bereits nach den ersten 100 m auf den vor ihm laufenden Athleten aufzuschließen. Und Felix machte seine Hausaufgabe richtig gut! Nach 100 m hatte er bereits die Kurvenvorgabe aufgeholt und es sah ganz danach aus, als ob er seiner Trainingskollegin Johanna in nichts nachstehen wollte. Am Ende war es auch nur eine Hundertstel Sekunde, die ihn vom 4. Platz trennte. Mit der phantastischen Zeit von 22,14 s war Felix sicherlich sehr zufrieden aber durch einen verpatzten Zieleinwurf am Ende, zwar zeitgleich mit dem Fünftplatzierten, aber „nur“ auf 6. Rang gewertet zu werden, war dann doch eine bittere Pille zu schlucken. Aber Felix hat noch Zeit wertvolle Erfahrungen zu sammeln und man kann ohne Übertreibung sagen, dass es seit Karl Honz kein vergleichbares jugendliches Talent im Bezirk gegeben hat, welches zum Glück auch von einem ambitionierten und professionellen Trainer gefördert wird.

Petra Kaul
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Abt. LA StTV Singen

 
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