Para-EM: Merle Menje stellt alle in den Schatten

07. Juni 2021 Kommentare deaktiviert für Para-EM: Merle Menje stellt alle in den Schatten

Bei der Para-Leichtathletik-EM in Polen hat unser Vereinsmitglied Merle Menje zwei Goldmedaillen erkämpft. Wir sind als Stadt-Turnverein stolz und gratulieren ihr ganz herzlich zu dieser gigantischen Leistung. Sie hat die letzten Jahre ihre Leistung durch Fleiß und Zielstrebigkeit ständig gesteigert und das ist jetzt eine tolle und die verdiente Belohnung. Wir würden uns freuen, wenn das mit der Olympiade in Tokio klappt und wünschen dieser jungen Ausnahmeathletin in unserem Verein alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

 Hans-Peter Storz, 1.Vorsitzender des StTV Singen

 

Am Schlusstag hat Merle Menje noch einen draufgelegt: Die 16 Jahre alte Rennroll-Fahrerin gewann ihren zweiten Titel bei der Para-Leichtahtletik-EM – und das in Rekordzeit.

Bei Merle Menje griff das Internationale Paralympischen Komitees (IPC) nach allen Superlativen. Der Reporter des Livestreams bezeichnete die 16-Jährige als „Superstar der EM“, später betitelte das IPC sie als „German Wunderkind“. Mit ihrem Gold-Rennen über 5.000 Meter hatte die Rennrollstuhl-Fahrerin aus Singen ihrer Leistung bei der Para-EM der Leichtathleten im polnischen Bydgoszcz die Krone aufgesetzt.

Die vier von Menje bei fünf Starts waren überhaupt nicht eingeplant. Eigentlich wollte die Teenagerin gar nicht bei den Paralympics Ende August in Tokio starten, sondern frühestens im Skilanglauf bei den Winterspielen 2022 in Peking. Nun denkt sie vielleicht um. Der Fokus im Bahn-Sprint liege eigentlich auf 2024, sagte sie: „Aber klar würde mich Tokio reizen. So ein Ergebnis bei der EM habe ich nie erwartet.“Der Sieg über die zwölfeinhalb Stadionrunden mit der besten je bei einer EM gefahrenen Zeit (11:52,30 Minuten) sei dabei „die größte Überraschung“. Z uvor hatte Menje bei ihrem internationalen Debüt Gold über 400 Meter und Silber über 100 sowie 800 Meter gewonnen.

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